Den Nachlass regeln, Streit vermeiden

//Den Nachlass regeln, Streit vermeiden

Den Nachlass regeln, Streit vermeiden

Deutschland ist ein Land der Erben. Ob Geld, Häuser oder Grundstücke: Bis 2024 werden nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) 3,1 Billionen Euro an Privatvermögen vermacht. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger hat jedoch bislang kein Testament verfasst – die Beschäftigung mit dem Thema ist den meisten unangenehm. „Dabei könnte eine Nachlassregelung in vielen Fällen verhindern, dass sich Familien streiten“, betont Johannes Goth, Vorstand der Deutschen Anwaltshotline AG.

Sich auf die gesetzliche Erbfolge zu verlassen, ist nicht immer sinnvoll. Ohne Testament etwa erbt eine Ehefrau beim Tod ihres Mannes in der Regel nur die Hälfte des Vermögens, den Rest erhalten die Kinder. Unter Umständen müsste die Ehefrau beispielsweise das mit dem Verstorbenen erworbene Haus verkaufen, damit sie ihre Kinder auszahlen kann. Soll die Frau Alleinerbin werden, ist ein Testament nötig. Das gilt auch, wenn Kinder untereinander nicht gleichgestellt werden sollen, etwa weil eines bereits vorab einen Geldbetrag erhalten hat. Wer sein Erbe einer gemeinnützigen Organisation vermachen möchte, Nichtverwandte berücksichtigen oder Personen vom Erbe ausschließen will, muss seinen „letzten Willen“ ebenfalls schriftlich festhalten.

In einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zufolge kommt es in 17 Prozent der Erbfälle in Deutschland zu Querelen. Wer das seiner Familie ersparen will, braucht ein klares und rechtlich unanfechtbares Testament. Es regelt übrigens nicht nur die Vermögensnachfolge, sondern bei Bedarf auch das digitale Erbe wie Zugänge zu Online-Banking, sozialen Netzwerken oder eigenen Webseiten.

Ein rechtlich unanfechtbares Testament zu verfassen, ist komplex – viele fühlen sich damit überfordert. Konkrete Hilfe bieten Rechtsschutzversicherer wie die DEVK. Ihren neuen Online-Service in Kooperation mit der Deutschen Anwaltshotline AG können alle Versicherten nutzen, die seit Januar 2016 eine DEVK-Rechtsschutzversicherung mit Premium-Schutz vereinbart oder ihren Vertrag darauf umgestellt haben. Ein Dokumenten-Assistent auf der Homepage führt Schritt für Schritt durch die Formulare. Sind alle Fragen beantwortet, erstellt das Programm das individuelle Testament. Sobald es handschriftlich abgeschrieben und unterzeichnet ist, ist es rechtsgültig. Wer möchte, kann sich zudem kostenlos telefonisch von einem unabhängigen Anwalt beraten lassen – ohne Selbstbeteiligung.

Nicht bei der der Testamentserstellung hilft Ihnen die DEVK Rechtschutzversicherung sondern auch bei den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung.

In der Vorsorgevollmacht können Sie die Befugnis erteilen, in vermögensrechtlichen (z. B. Erklärungen gegenüber Behörden und Verfügungen über Bankkonten) und persönlichen Angelegenheiten (z. B. Einsicht in Krankenunterlagen oder Aufenthalt in einem Pflegeheim) für Sie tätig zu werden. Sie kann deutlich über den Inhalt einer Betreuungsverfügung hinausgehen. Die Einschaltung eines Gerichts wird mit einer Vorsorgevollmacht vermieden.

Mit einer Betreuungsverfügung regeln Sie im Voraus, wen das Gericht als Betreuer bestellen soll, wenn Sie nicht mehr selbstständig entscheiden können. 
Sie können mit der Betreuungsverfügung auch Personen als Betreuer ausschließen oder festlegen, ob Sie im Pflegefall zu Hause oder im Pflegeheim betreut werden möchten.
Mit der Patientenverfügung hat jeder Mensch das Recht für sich zu entscheiden, ob und wie er medizinisch betreut wird. Mit Ihr stellen Sie sicher, dass Ihr Wille bei medizinischen Maßnahmen auch dann befolgt wird, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, sich zu äußern.

Damit Ihre Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung oder Patientenverfügung im Notfall auch schnell gefunden werden, ist es ratsam, sie beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer zu registrieren. Für Kunden unserer Premium-Rechtsschutzversicherung übernehmen wir die Registrierung sowie die damit verbundenen Kosten.

Sie haben noch Fragen? Rufen Sie uns an 030/66643222 oder info@awtfinanz.de

2016-11-03T09:14:56+02:003. Januar 2017|Recht und Familie|0 Kommentare

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