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Wann zahlt die BU-Versicherung bei psychischen Erkrankungen?
Depressionen, Burnout, Angststörungen — psychische Erkrankungen sind heute eine der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit. Was das für Ihren Versicherungsschutz bedeutet.
Psychische Erkrankungen als häufige Ursache
Psychische Erkrankungen gehören heute zu den häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit. Während früher vor allem körperliche Beschwerden wie Rückenleiden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vordergrund standen, sind es heute zunehmend Diagnosen wie Depressionen, Burnout oder Angststörungen.
Die wachsende Arbeitsbelastung, permanenter Leistungsdruck und eine immer schneller werdende Arbeitswelt führen dazu, dass immer mehr Menschen psychisch an ihre Grenzen kommen. Wenn eine Erkrankung so schwer wird, dass der eigene Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, stellt sich eine zentrale Frage:
Wann gilt man als berufsunfähig?
Grundsätzlich gilt eine Person als berufsunfähig, wenn sie aufgrund von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann.
Wichtig dabei: Es kommt immer auf den konkret ausgeübten Beruf an — nicht darauf, ob irgendeine andere Tätigkeit noch möglich wäre. Gerade bei psychischen Erkrankungen können Anforderungen wie Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit oder soziale Interaktion so stark eingeschränkt sein, dass der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.
Welche Nachweise verlangt die Versicherung?
Damit eine BU-Versicherung Leistungen erbringt, müssen entsprechende Nachweise erbracht werden. Versicherer verlangen in der Regel umfangreiche medizinische Unterlagen, darunter:
- Ärztliche Atteste und Berichte von Fachärzten (Psychiater, Psychotherapeuten)
- Klinikberichte sowie Nachweise über Therapien und Behandlungen
- Detaillierte Beschreibung der bisherigen beruflichen Tätigkeit
- Zeitlicher Anteil der einzelnen Aufgaben im Berufsalltag
- Begründung, warum diese Aufgaben krankheitsbedingt nicht mehr möglich sind
Warum prüfen Versicherer besonders sorgfältig?
Gerade bei psychischen Erkrankungen prüfen Versicherungen Leistungsanträge häufig besonders intensiv. Der Grund: Psychische Leiden sind im Vergleich zu körperlichen Erkrankungen schwerer objektiv messbar.
| Körperliche Erkrankung | Psychische Erkrankung |
|---|---|
| Bildgebende Verfahren (Röntgen, MRT) möglich | Diagnose basiert auf Gesprächen und fachärztlicher Einschätzung |
| Objektive Messwerte vorhanden | Verlauf und Schwere schwerer zu dokumentieren |
| Kausalität oft leichter nachweisbar | Prognose zur Besserung besonders wichtig für die Entscheidung |
Versicherungen achten deshalb besonders darauf: Wie lange bestehen die Beschwerden? Welche Diagnosen wurden gestellt? Welche Therapien wurden durchgeführt? Und: Ist eine Besserung zu erwarten?
Häufige Fehler bei der Antragstellung
Viele Versicherte unterschätzen, wie wichtig eine sorgfältige Antragstellung ist. Fehler oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass sich die Prüfung erheblich verzögert — oder der Antrag abgelehnt wird.
Gesundheitsangaben beim Abschluss: Das müssen Sie wissen
Versicherer stellen im Antrag verschiedene Gesundheitsfragen, die wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen — auch zu früheren psychischen Beschwerden, Therapien oder Behandlungen.
Im Leistungsfall prüfen Versicherungen häufig sehr genau, ob die damaligen Angaben korrekt waren. Werden relevante Vorerkrankungen verschwiegen, kann dies schwerwiegende Folgen haben:
- Anfechtung des Vertrages durch den Versicherer
- Rücktritt vom Vertrag
- Verweigerung der vereinbarten Leistung
Deshalb gilt: Bereits beim Abschluss vollständige und ehrliche Angaben machen.
Fazit: Frühzeitig absichern lohnt sich
Psychische Erkrankungen können jeden treffen — unabhängig von Alter, Beruf oder Lebenssituation. Und sie können dazu führen, dass Betroffene über einen langen Zeitraum oder sogar dauerhaft nicht mehr arbeiten können. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht in vielen Fällen nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu sichern.
Eine passende Berufsunfähigkeitsversicherung bietet in solchen Situationen eine wichtige finanzielle Absicherung. Sie zahlt im Falle einer anerkannten Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente und hilft damit, laufende Kosten wie Miete, Kredite oder Lebenshaltungskosten weiterhin zu decken. Entscheidend ist, dass der Schutz frühzeitig abgeschlossen wird — solange noch keine gravierenden gesundheitlichen Probleme bestehen.
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